Wie wird ein Brotbackstein gereinigt?
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Bei der Reinigung eines Brotbacksteins gibt es eigentlich nicht viele Punkte zu beachten.
Dennoch unterscheiden sich die Steine je nach Material ein wenig, sodass es durchaus zu Abweichungen bei der Reinigung kommen kann.
Brotbacksteine und Pizzasteine bestehen in der Regel aus rauem Schamottstein oder beschichtetem Cordierit. Während Schamotteplatten etwas vorsichtiger behandelt werden müssen, ist die Reinigung der glatten Oberfläche von Cordieritsteinen relativ einfach.
Hier finden Sie mehr Informationen zu den Materialien von Brotbacksteinen.

Was benötigt man für die Reinigung eines Brotbacksteins?
Vor der ersten Benutzung sollte der Stein einmal kurz gereinigt werden um eventuelle Produktionsrückstände zu beseitigen. Ein fuselfreies, feuchtes Tuch und etwas Wasser reichen hier vollkommen aus. Auf die Zugabe von Spülmittel kann verzichtet werden. Nachdem der Stein wieder trocken ist, kann er im Ofen aufgeheizt werden.
Nach der Nutzung muss der Stein zunächst komplett auskühlen. Andernfalls kann es zu Verbrennungen kommen. Hohe Temperaturunterschiede können zudem dazu führen, dass der Stein zerspringt.
Das Auskühlen kann durchaus etwas dauern, denn je nach Materialdicke kann die Hitze sehr lange gespeichert werden.
Grobe Verschmutzungen löst man am besten mit einem Ceranfeldschaber, die man schon für wenige Euro im Handel erhalten kann. Leichte Verschmutzungen entfernt man schnell und unkompliziert mit einer Bürste und etwas Wasser. Anschließend einmal mit einem feuchten Tuch drüberwischen und den Stein von der nächsten Nutzung trocknen lassen.
Beschichtete Steine lassen sich natürlich etwas einfacher reinigen und man kann mehr Wasser verwenden. Bei unbehandelten Steinen kann es passieren, dass sich nicht alle Rückstände beim ersten Reinigungsgang entfernen lassen. In diesem Fall sollte man die Rückstände mit warmen Wasser einweichen und anschließend mit einer groben Bürste und viel Druck arbeiten.
4 Tipps für die Reinigung des Brotbacksteins
Grundsätzlich sind Verfärbungen durch Mehl, Fett oder eingebrannte Reste nicht schlimm. Hierbei handelt es sich lediglich um einen optischen Mangel. Daher sollte man nicht zuviel Energie aufwenden um diesen nur schwer umkehrbaren Effekt zu beseitigen.
Berücksichtigen Sie daher die folgenden vier Tipps bei der Reinigung ihres Pizzasteins:
- Edelstahlschwämme sollten nur mit Vorsicht genutzt werden, da sie die Beschichtung des Steins angreifen können.
- Auf keinen Fall sollte ein Pizzastein in der Spülmaschine gereinigt werden.
- Hochdruckreiniger oder Schleifpapier sollten nicht zum Einsatz kommen, da die Kräfte, die auf die Oberfläche wirken nur schwer geregelt werden können.
- Auch der Einsatz von chemischen Reinigern sollte unterlassen werden. Eine schonende Reinigung mit einer harten Bürste und etwas Wasser ist in jedem Fall die bessere Lösung.
Verfärbungen auf dem Brotbackstein

Bei offenporigen Schamotteplatten kann Öl oder Tomatensauce in die Oberfläche des Steins gelangen. Beim Backen von Brot passiert das vermutlich nicht, bei Pizza hingegen schon. Speiseöl hat einen relativ niedrigen Rauchpunkt, daher kann es beim Backen zu einer Rauchentwicklung kommen. Das ist kein großes Problem, es kann jedoch zu bleibenden Rückständen kommen.
Im Idealfall hat der Backofen ein Pyrolyse-Programm, das häufig auch als Selbstreinigungsprogramm bezeichnet wird. Damit lassen sich hartnäckige Oberflächenrückstände entfernen.
Lesen Sie weiter: Pizzastein richtig reinigen (Artikel bei Kuechenkoala.de mit Praxistipps)
Risse und Bruchschäden

Besonders bei Schamotte kann es durch hohe Temperaturunterschiede zu einem Riss oder sogar zum Zerspringen des Steins in mehrere Teile kommen (siehe auch den Hinweis oben zum ausreichenden Auskühlen). Ein hundertprozentiger Schutz davor existiert nicht – es kann grundsätzlich jeden Schamottestein treffen, unabhängig von Hersteller oder Preis.
Ein Riss ist ärgerlich, aber in der Regel unkritisch für die Backeigenschaften: Der Stein bleibt meist in großen, zusammenhängenden Teilen nutzbar und lässt sich weiter zum Backen verwenden. Unpraktisch wird es eher an der Bruchkante selbst – die ist bei Schamotte häufig grob und kantig, sodass es beim Anfassen leicht zu kleinen Kratzern oder Schrammen kommen kann. Hier hilft es, die Kante beim Hantieren mit einem Tuch oder Ofenhandschuh zu greifen statt mit bloßen Fingern.
Vorbeugen lässt sich am ehesten durch langsames, gleichmäßiges Aufheizen und ausreichend Zeit zum Abkühlen – plötzliche Temperaturwechsel sind der häufigste Auslöser für Risse.
Freibrennen: Rückstände mit Hitze lösen
Wie im Abschnitt zu Verfärbungen bereits erwähnt, nimmt die offenporige Oberfläche von Schamotte Fett und Sauce aus dem Teig auf. Solche Rückstände lassen sich durch hohe Hitze “freibrennen”: Beim Aufheizen auf hohe Temperaturen, etwa über das Pyrolyse- beziehungsweise Selbstreinigungsprogramm des Backofens, werden die eingelagerten Rückstände regelrecht verbrannt und dadurch gelöst. Im Kleinen passiert dasselbe auch beim ganz normalen, regelmäßigen Backen.
Wichtig dabei: Freibrennen löst Rückstände, die für Rauchentwicklung sorgen – bereits entstandene, sichtbare Verfärbungen auf dem Stein verschwinden dadurch in der Regel nicht. Die bleiben rein optisch und beeinträchtigen die Backeigenschaften nicht.